Ein paar Gedanken zur Vorstellung von
Tanz der Vampire am 09. Mai 2011. Einen Monat nachdem ich
Drew Sarich (näheres darüber
hier) erleben durfte, ging es am Montag wieder ins Ronacher, nachdem die Original-Theaterpläne nicht umsetzbar waren. Diesmal spielte
Robert D. Marx den Grafen von Krolock und ich muss sagen, noch nie fand ich
Tanz der Vampire so unspannend wie an diesem Abend. Im ersten Rang sitzend - ja, auch aus dem ersten Rang sieht der Vampirflug nicht besser aus - war es zeitweise interessanter dem Dirigenten
Kai Tietje bei seiner Arbeit zuzusehen. Marx fehlte es für mich an der Bühnepräsenz und Ausstrahlung. Die meiste Zeit war er einfach nichtssagend, weswegen es schwer ist, viel über ihn zu sagen. Vielleicht noch, dass sein Gesang an manchen Stellen etwas angestrengt wirkte. Allerdings schaffte er es immer über den gewissen Punkt drüberzukommen, was ihm hochanzurechnen ist. Das Zusammenspiel mit den Anderen war auch nicht immer gut abgestimmt, besonders bemerkbar bei "He Ho He (Reprise)", als sein Lachen so früh kam, dass man die letzten Zeilen des Professors nicht mehr hören konnte.
Seine Fans waren aber offensichtlich zahlreich im Publikum verteilt. Fan-Girlie-Alarm war angesagt. Überhaupt war das Publikum - wie sooft in Wien - irgendwie seltsam, was vielleicht auch daran lag, dass diesmal auch eine Schülergruppe unter den Zuschauern/Zuschauerinnen war. Zum Teil auch neben uns in den Logen. Es ist schon einigermaßen ablenkend, wenn neben einem dauernd jemand aufsteht oder hin- und hergeht. Genauso ablenkend ist es aber auch, wenn ein Billeteur/eine Billeteurin im Parkett ständig auf- und abgeht. Aus dem ersten Rang sieht man das im Augenwinkel. Noch dazu, wenn sie dann nicht in der Lage sind die mit Blitz fotografierenden Menschen zu finden. Während der Vorstellung ist das nämlich wirklich nervtötend!