Freitag, 12. August 2016

Saison 2015/16

September
  • Hairspray - Bühne Baden - 30.07.2015 (Generalprobe)
  • Hairspray - Bühne Baden - 02.09.2015
  • Anapurna - Vienna's English Theatre - 12.09.2015
  • Rocky Horror Show - live im Kino - 17.09.2015
  • Mozart! Das Musical - Raimund Theater - 23.09.2015 (Preview)
Oktober
  • Don Quixote - Staatsoper - 06.10.2015
  • Pariser Leben - Volksoper - 07.10.2015
  • Das Konzert - Burgtheater - 14.10.2015
  • Hamlet - National Theatre (live im Kino) - 15.10.2015
  • Walk Off The Earth - Sing it all away Tour - Gasometer - 21.10.2015
  •  Mary Poppins - Ronacher - 28.10.2015
November
  • Der nackte Wahnsinn - Kammerspiele - 02.11.2015
  • Im siebtenten Himmel - "Die Hölle" - Theater an der Wien - 04.11.2015
  • Pygmalion - Vienna's English Theatre - 07.11.2015
  • Coriolanus 2nd Encore - live im Kino - 15.11.2015
Dezember
  • Gala der traditionellen Weihnachtslieder - Konzerthaus - 08.12.2015
  • Red Bull Flying Illusion - Stadthalle - 12.12.2015
  • The Nutcracker - live im Kino - 16.12.2015
  • Weihnachtskonzert - Volksoper - 20.12.2015
 Jänner
  • Groupie - Vienna's English Theatre - 23.01.2016
März
  • Hello/Goodbye - Vienna's English Theatre - 12.03.2016
  • Mozart! Das Musical - Raimund Theater - 18.03.2016 
  • Das Lächeln der Frauen - Kammerspiele der Josefstadt - 19.03.2016
  • Der Mann von La Mancha - Volksoper - 24.03.2016 
April
  • Hamlet - Schloss Hof - 19.04.2016
  • Romeo und Julia - Vienna's Globe - 21.04.2016
  • Next to Normal - Museumsquartier - 28.04.2016
 Mai
  • Anatevka - Volksoper - 21.05.2016
  • Run for your Wife - Vienna's English Theatre - 28.05.2016
  • Anatevka - Volksoper - 29.05.2016

Freitag, 14. August 2015

Rückschau und Vorschau

Die letzten Monate, ja eigentlich das ganze letzte Jahr waren auf diesem Blog sehr ruhig. Das hatte verschiedene Gründe, die alle nicht wichtig sind. Ich möchte diesen Post nun dazu nutzen, ein bisschen auf die Saisonen 2013/14 sowie 2014/15 zurückzuschauen und endlich die Entwürfe zu recyceln, die es nie zu einem eigenständigen Post gebracht haben.


Gehen wir dazu gleich mal weit zurück ins Jahr 2013. Da gab man im Wiener Ronacher die konzertante Aufführung von Love Never Dies, die Fortsetzung von The Phantom of the Opera. Ich hatte den Blogpost damals mit der Inhaltsangabe angefangen und nach der Zusammenfassung dieses Topfens gleich die Lust verloren weiterzuschreiben (die inhaltlichen Schwächten treten eben leider bei einer konzertanten Version viel stärker hervor als zum Beispiel noch auf der DVD der australischen Produktion). Dabei hatte Love Never Dies sich das absolut nicht verdient. Die Produktion war nicht perfekt, aber sie war auch bei Weiten nicht das inszenatorische Desaster vom Phantom das Jahr davor, auch wenn auch diesmal wieder ein paar unnötige Tanz- bzw. Akrobatikeinlagen dabei waren. Abgesehen davon war das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien großartig und auch die Darstellerinnen und Darsteller konnten überzeugen. Milica Jovanovic als Christine Daaé ist eine Entdeckung. Sie singt wunderbar klar und ist auch noch in den Höhen sehr gut zu verstehen. Außerdem spielt sie glaubwürdig. Ihre Christine ist nicht mehr das naive Mädchen, sondern eine Mutter, die versucht ihrem Sohn Menschlichkeit beizubringen und eine Frau, die trotz kaputter Ehe, nicht aufhören will, an die große Liebe zu glauben. Drew Sarich als das Phantom war gut, aber hatte von Zeit zu Zeit ein Schnaufen, das mir auf den Geist gegangen ist. Julian Looman ist mir noch aus Keine halben Sachen in Amstetten in Erinnerung und machte auch als Raoul eine gute Figur.


Besonders schade ist, dass ich nie über Catch Me If You Can geschrieben. Das Musical der Saison 2013/14 in den Kammerspielen war ein Traum, weswegen ich es auch gleich viermal gesehen habe. Die Geschichte rund um den Trickbetrüger Frank Abagnale und dessen Widersacher den etwas biederen FBI-Beamten Carl Hanratty ist ein bunter, unterhaltsamer Spaß mit eingängen Melodien und ernsten Untertönen. Unter der exzellenten Regie von Werner Sobotka und der musikalischen Leitung von Christian Frank, unterstützt von den Choreographien von Simon Eichenberger zeigten die Kammerspiele eine äußerst professionelle Produktion, die den Vergleich mit größeren Häusern nicht scheuen musste. Rasmus Borkowski stand die Rolle des Frank Abagnale Jr. wesentlich besser zu Gesicht als die russischen Theaterstücke in der Josefstadt. So dynamisch und gut bei Stimme hatte man ihn schon lange nicht mehr erlebt. Martin Berger gab einen sympathischen Carl Hanratty, dem man die Verhaftung von Frank am Ende wirklich gönnte. Einzig die deutsche Übersetzung (original Scott Wittman & Marc Sheiman, deutsch Werner Sobotka) war an manchen Stellen etwas holprig. Trotzdem, wer das nicht gesehen hat, hat was verpasst.


Ein Urlaub führte mich im März 2014 nach Kopenhagen. Von dort war es nur ein kurzer Abstecher ins schwedische Malmö, wo zu der Zeit Rebecca (Kunze/Levay) am Spielplan stand. Im Malmöer Opernhaus präsentierte das Musical unter der Regie von Åsa Melldahl, mit den Kostümen von Annsofi Nyberg und dem Setdesign/Licht von Bengt Gomér optisch vollkommen anders als in Wien. Anstatt großem Bühnenbild gab es einige Requisiten (eine Couch hier, ein Bücherregal da) und viele Projektionen. Die Übersetzung kann ich nicht beurteilen, aber an manchen Stellen hätte ich gerne verstanden, was gesagt wurde, da sich hin und wieder Fragezeichen bildeten. Trotz mancher Verständnisschwierigkeiten konnte die Produktion vor allem musikalisch und lichttechnisch überzeugen. „Strandgut“ war ein Gänsehautmoment. Durchaus sehenswert.


Zurück in Österreich  ging es im April nach Linz zu Next to Normal. Dieses Stück wollte ich schon sehr lange sehen. Zur Produktion in Fürth in Deutschland habe ich es nicht geschafft und so gab es lange Zeit nur die CD vom Broadway für mich. Danke, Linzer Landestheater! Was man da auf die Beine gestellt hatte war beeindruckend. Es ist kein leichtes Stück, weder inhaltlich noch musikalisch. Es braucht nicht nur hervorragende Sänger, sondern vor allem auch Schauspieler, besonders für die Hauptrolle der bi-polaren Diana Goodman. Dieser Herausforderung hat sich Kristin Hölck gestellt. Und wie! Großartig und nie übertrieben, immer glaubhaft. Oliver Liebl legte Gabe irgendwo zwischen diabolisch und unsicher an (Hut ab fürs Kopfübersingen!), Lisa Antoni als Natalie viel besser als bei Rudolf (mag am Stück liegen). Reinwald Kranner als Dan und Christian Manuel Oliveira als Henry (etwas zu alt für die Rolle) und Rob Pelzer als Dr. Madden komplettierten das Ensemble. Linzer Landestheater, ich behalte dich im Auge.


Auch zwei Stücke der VBW standen letztes Jahr am Plan. Mamma Mia! war nett, unterhaltsam und schwungvoll. Über Der Besuch der alten Dame könnte man vermutlich Romane schreiben, wäre man dazu bereit. Ich belasse es bei: absolut, überhaupt gar nicht meins.


Das neue Musicaljahr läutete für mich Der Zauberer von Oz im Volkstheater im März 2015 ein. Fast hätte ich es nicht gesehen, aber dann gab es zwei Zusatzvorstellungen aufgrund der großen Nachfrage. Ein Glück für mich. Das war ein wirklich unterhaltsamer Vormittag. Sehr zu empfehlen, nicht nur für Kinder. Ein gutes Jahr nach Malmö hatte ich im März 2015 das Vergnügen The Book of Mormon in London zu sehen. Ähnlich wie bei Next to Normal hatte ich bisher nur die CD und mein Kopfkino. Das Musical über zwei mormonische Missionare, die versuchen in Uganda ihre Bestimmung zu finden, ist sicherlich nicht jedermanns Sache und manche Witze sind auch wirklich flach, aber ich fühlte mich richtig gut unterhalten. Kein Wunder, dass die Show immer ausverkauft ist. Wer das Stück billig sehen will und etwas Zeit hat, dem ist die Ticket-Lotterie zu empfehlen. Täglich werden einige gute Karten billig verlost. Ein kleines Erlebnis für sich.


Mary Poppins im Ronacher war endlich wieder eine Produktion der VBW, die ich anderen empfehlen würde. Es mag nicht gerade innovativ sein, aber zumindest ist es richtig gut gemacht. Wenn ich die Wahl habe zwischen alt aber gut und neu aber furchtbar, wähle ich doch lieber den Abend, an dem ich mir nicht überlege, was ich mir alles um den Preis der Karten hätte kaufen können (ich sehe auf dich, alte Dame). Die zauberhafte Geschichte vom Kindermädchen, das mit ungewohnten Methoden den Haushalt der Banks auf Vordermann bringt macht sich gut im Ronacher.


Auch das Sprechtheater hat mich einige Male gesehen. Mein Abo beim English Theatre ist jeden Cent wert. Besonders Venus in Fur im Jänner 2015 hat sich in die Erinnerung eingeprägt. Ebenfalls auf Englisch brachte das Theater Drachengasse Disgraced, wie eigentlich immer in der Drachengasse sehr gut gespielt. Empfehlen kann ich auch Richard III von Michael Niavarani im Globe Wien, das im Herbst wieder aufgenommen wird. Shakespeares Tragödie als Komödie. Laut und anzüglich, lustig und auch tragisch – dem Barden hätte es sicher gefallen. Endlich habe ich es auch nach Carnuntum geschafft, wo schon seit ein paar Jahren immer wieder das Globe Theatre aus London zu Gast ist. Romeo and Juliet musste einfach sein. Sehr gerne nächstes Jahr wieder! Hervorheben möchte ich zum Schluss noch Aufstieg und Fall von Little Voice. Mit diesem Stück habe ich meine Saison 2014/15 beendet. Mir war das kleine, feine Stück bisher vollkommen unbekannt, aber man darf den Kammerspielen zur Stückauswahl gratulieren. Eva Mayer in der Hauptrolle bleibt im Gedächtnis, auch wenn sie kaum zehn Sätze zu sprechen hat. Der Gesang aber, ein Traum!


Zu guter Letzt noch ein kleiner Ausblick. In Zukunft werde ich den Blog nicht mehr nach Kalenderjahren organisieren, sondern nach Saisonen. Das fügt sich organischer ins Theaterleben. Welche Beiträge kann man erwarten? Nun, ich habe vor wieder aktiver zu sein. Beginnen werde ich mit Sicherheit mit Hairspray. Die Bühne Baden zeigt das Musical in deutscher Sprache und ich hatte die Möglichkeit die Generalprobe zu sehen. Ich freue mich schon auf die reguläre Vorstellung am 02. September, für die ich schon eine Weile Karten habe. Zudem möchte ein bisschen über die DVDs und CDs schreiben, die Aufnahme in meine Sammlung gefunden haben. Ansonsten lasse ich mich überraschen, was die neue Saison alles bringt, vermutlich Mozart! im Raimund Theater, Mary Me a Little in der Drachengasse, Pygmalion im English Theatre und hoffentlich noch viel, viel mehr.

Donnerstag, 13. August 2015

Jänner bis Juni 2015

Sprechtheater: Maria Magdalena (Burgtheater), 14.01.2015
Sprechtheater: Venus in Fur (Vienna's English Theatre), 31.01.2015
Sprechtheater: Disgraced (Theater Drachengasse), 13.02.2015
Ballett: Ein Reigen (Volksoper), 22.02.2015
Musical: Der Zauberer von Oz (Volksoper), 01.03.2015
Sprechtheater: Liebelei (Theater in der Josefstadt), 01.03.2015
Sprechtheater: Eine dunkle Begierde (Theater in der Josefstadt), 08.03.2015
Musical: The Book of Mormon (Prince of Wales Theatre, London), 23.03.2015
Sprechtheater: The 39 Steps (Vienna's English Theatre), 28.03.2015
Sprechtheater: Die unglaubliche Tragödie von Richard III - Eine Komödie von Michael Niavarani (Globe Wien), 18.04.2015 + 27.05.2015
Musical: Mary Poppins (Ronacher), 27.05.2015
Sprechtheater: Fox on the Fairway (Vienna's English Theatre), 30.05.2015
Kabarett: Blackout - Michael Mittermeier (Stadthalle), 02.06.2015
Sprechtheater: Frühstück bei Tiffany (Kammerspiele), 13.06.2015
Sprechtheater: Romeo and Juliet (Globe Theatre at Art Carnuntum), 19.06.2015
Sprechtheater: Aufstieg und Fall von Little Voice (Kammerspiele), 24.06.2015



Eine Übersicht und ein paar Worte über diese Stücke gibt es in der Rückschau.

Freitag, 2. Januar 2015

2014

Ein Jahr mit vielen Entwürfen, aber wenigen fertig gestellten Beiträgen:

- Musical: Catch Me If You Can, 03. Jänner 2014, Kammerspiele, Wien
- Musical: Catch Me If You Can, 03. Februar 2014, Kammerspiele, Wien
- Kabarett: Sekundenschlaf (Andreas Vitasek), 05. Februar 2014, Theater Rabenhof, Wien
- Tanz: Flying Bach, 12. Februar 2014, Museumsquartier Halle E, Wien
- Sprechtheater: Quartett, 06. März 2014, Theater in der Josefstadt
- Musical: Rebecca, 09. März 2014, Malmö Opera, Schweden
- Tanz: Riverdance, 14. März 2014, Stadthalle, Wien
- Sprechtheater: Vor dem Ruhestand, 15. März 2014, Theater in der Josefstadt, Wien
- Sprechtheater: Kunst, 06. April 2014, Kammerspiele, Wien
- Musical: Next to Normal, 26. April 2014, Landestheater Linz
- Musical: Mamma Mia!, 27. April 2014, Raimund Theater, Wien
- Musical: Rigor Mortis, 01. Mai 2014, Theater Akzent, Wien
- Musical: Der Besuch der alten Dame, 24. Mai 2014, Ronacher, Wien
- Sprechtheater: Much Ado About Nothing, 12. Juni 2014, Vienna's English Theatre
-  Musical: Once Upon a Mirror, 13. Juni 2014, Theater Akzent, Wien
- Bachelor-Show M.U.T., 21. Juni 2014, Konservatorium, Wien
- Musical: Musical Surprise - Avenue Q, 30. August 2014, Theatercouch, Wien
- Musical: Heirate mich ein bisschen, 19. September 2014, Theatercouch, Wien
- Sprechtheater: Die Mausefalle, 21. September 2014, Kammerspiele, Wien
- Musical: [title of show], 25. September 2014, Drachengasse, Wien
- Musical: [title of show], 07. Oktober 2014, Drachengasse, Wien
- Musical Sing Along, 20. Oktober 2014, Theatercouch, Wien
- Konzert: Michael Bublé, 05. November 2014, Stadthalle, Wien
- Sprechtheater: Dial "M" for Murder, 08. November 2014, Vienna's English Theatre, Wien
- Musical: The Rocky Horror Show, 22. November 2014, Museumsquartier, Wien
- Konzert: Musical Christmas, 20. Dezember 2014, Theatercouch, Wien
- Konzert: Weihnachtskonzert, 21. Dezember 2014, Volksoper, Wien

Mit 14.08.2015 gibt es auch eine kleine Rückschau.

Dienstag, 7. Oktober 2014

[Musical] [title of show] im Theater Drachengasse (Premiere, 25.09.2014)

Das Vienna Theatre Project hat es mal wieder geschafft, ein wunderbares kleines Musical ins Theater Drachengasse zu bringen und Wien zu zeigen, wie unterhaltsam und originell Musical sein kann. Mit [title of show] ist diesmal ein Stück zu sehen, das man in einem Satz zusammenfassen kann: Zwei Männer schreiben ein Musical darüber, wie sie ein Musical schreiben.
Jeff (Alan Burgon) und Hunter (Oliver Watton) sind Freunde und möchten bei einem Festival ein Musical einreichen. Das Problem dabei: das Festival ist in drei Wochen und sie haben noch nichts geschrieben. Kurz entschlossen wird aus der Not eine Tugend gemacht und der Prozess des Schreibens zum Inhalt des Musicals, das eingereicht werden soll. Unterstützt werden sie dabei von zwei Freundinnen. Heidi (Nazide Aylin), die als Broadway-Darstellerin von Audition zu Audition geht und dann doch immer wieder nur als Second Understudy Something engagiert wird. Susan (Lynsey Thurgar) hingegen hat ihre kreative Seite fast aufgegeben und lebt nun in der Rolle als „Corporate Whore“ in einem großen Unternehmen.
Alle vier spielen und singen wunderbar. Besonders im Gedächtnis bleiben dabei „Way Back to When“, Heidis große Ballade und „Die Vampire Die“, das ab sofort mein neues absolut liebstes Lied über das Kunstschaffen ist. Alan Burgon (in der Drachengasse schon in Ordinary Days und Tick, tick … BOOM! zu sehen gewesen) und Oliver Watton tragen das Stück mit Leichtigkeit und viel Charme. Das Beste an diesem Stück ist sowieso, dass es so herrlich auf den verschiedenen Erzählebenen spielt und heftig an der vierten Wand lehnt. So unterhalten die beiden Männer sich darüber, dass Jeff einfach seinen Sessel auf die andere Seite der Bühne zieht, obwohl sie doch eigentlich an völlig unterschiedlichen Orten sind und überlegen, ob es nicht etwas Musik braucht, um dem Publikum das Vergehen von Zeit zu signalisieren. An anderer Stelle wird das Festival mit einem „Festival Medley“ abgehandelt, bevor es quasi wieder in Echtzeit weiter geht und wenn eine Szene zu lang ist, wird das festgestellt und einfach von der Bühne gegangen. Dann gibt es auch viele obskure und weniger obskure Anspielungen auf Shows und Leute, die das Musical definitiv zur falschen Show zum Einstieg in das Genre Musical machen, aber Kenner amüsieren werden.
Das Leading Team bestehend aus Regisseurin Joanna Godwin-Seidl und musikalischer Leiterin Birgit Zach ist mittlerweile sichtbar gut eingespielt (auch alle anderen Musicals, die ich bisher in der Drachengasse gesehen habe, waren sehens- und hörenswert) und wie immer braucht es auch diesmal weder viele Requisiten noch ein aufwändiges Bühnenbild, um die nötige Stimmung heraufzubeschwören. Shout-out für Birgit Zach, die diesmal nicht nur routiniert wie immer am Klavier spielt, sondern auch ein wenig in die Handlung eingebunden ist.

[title of show] ist noch bis 11. Oktober im Theater Drachengasse zu sehen. Karten sind vermutlich bereits knapp, also beeilen und hingehen. Ich bin heute wieder dort!

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Donnerstag, 25. September 2014

[Musical] In Kürze: zwei Abende in der Theatercouch

Neue Saison, neues Glück. Den Einstand gab’s heuer mit zwei Produktionen in der Theatercouch in Wien. Bis vor kurzem wusste ich noch nicht einmal, dass sie existiert, jetzt bin ich schon ein bisschen Fan. Die Theatercouch ist ein von Silke Müllner und Rory Six gegründeter Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, junge Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen, die noch keine großen Säle füllen oder einfach nur in kleinerem Rahmen etwas auf die Beine stellen wollen. Dazu kann man die Räume der Theatercouch ganz einfach stundenweise mieten. Eine wunderbare Idee, die Wien hoffentlich noch sehr lange erhalten bleiben wird.

Vor allem, wenn dort so großartige Veranstaltungen stattfinden wie die Musical Surprise am 30. August 2014. Angekündigt war, dass Rory Six, Ulrike Figgener, Michael Postmann, David Rodriguez, Silke Müllner und Christian Peter Hauser in Zusammenarbeit mit dem Vienna Theatre Project konzertant ein Musical in deutscher Sprache auf die Bühne stellen werden. Welches wird erst am selben Abend bekannt gegeben. Was war also die Überraschung? Avenue Q. Dieser Abend war vermutlich der beste Anfang für die neue Saison, den man sich wünschen konnte. Unterhaltsam, intelligent und charmant, rundum gelungen. Ich kenne das Musical nur auf Englisch, die Übersetzung in der Theatercouch war wohl die aus St. Gallen (nur Daniel Küblböck als Promi-Hausbesorger stammte aus Deutschland) und war großteils in Ordnung (nur bei „The Internet is for Porn“ kam man nicht um das Silbenproblem herum).
Das Ganze machte ein wenig den Eindruck einer semi-privaten Probe, da der Raum nun wirklich nicht groß ist und die Darstellerinnen und Darsteller fast gänzlich ohne Requisiten auskamen. Lediglich die selbst gebastelten Handpuppen (aus Socken und Pappmaché) sorgten für das notwendige Flair von Avenue Q. Da passte es dann auch ganz wunderbar, wenn die Handlung für zwei Minuten still stand, weil alle – inklusive der Personen auf der Bühne – aus dem Lachen nicht mehr herauskamen, es hin und wieder kleinere Texthänger gab oder mal kurze Unsicherheit herrschte, welche Hand(puppe) gerade hochgehalten werden sollte. Das alles machte den Charme dieses Abends aus und lenkte weder von den exzellenten Gesangs- noch Schauspielleistungen der Darstellerinnen und Darsteller ab.

Nach so einem gelungenen Abend war es keine Frage, auch den nächsten Musicalabend der Theatercouch zu besuchen. Mit Heiratete mich ein bisschen stand diesmal ein Zweipersonen-Musical von Stephen Sondheim (Lieder), Craig Lucas und Norman René (Idee) auf dem Spielplan. Das Stück besteht aus Liedern von Sondheim, die aus anderen Musicals (z.B. A Little Night Music, Follies, Companies, u.a.) gestrichen wurden. Es ist eine Art Revue-Musical, in dem zwei Menschen einen Samstagabend in ihren Appartements verbringen. Sie treffen sich nicht und sind nur hin und wieder in ihrer Vorstellung ein Paar, wenn sie über Beziehungen und die Liebe sinnieren. Das Konzept klingt gut, aber leider blieb vieles in der Inszenierung der Theatercouch unklar. Dass die beiden in Wohnungen wohnen, die direkt untereinander liegen, konnte man nur dem Programmzettel entnehmen und auch vieles andere wurde mir erst klar, als ich nachher im Internet ein wenig das Musical recherchierte, um meine vielen, vielen Fragezeichen aufzuklären. Das ist besonders schade, weil sowohl Rory Six als auch Marle Mertens (begleitet von Bettina Bogdany) sehr gut gesungen und gespielt haben.



Mittwoch, 23. Juli 2014

Vienna Theatre Project: West End Summer + [Title of Show]

Wer dem Sommerloch in Wien entgehen will, der hat am Sonntag, 27. Juli 2014 die Chance zum West End Summer mit Kieran Brown zu gehen. Infos hier. EDIT 25.07. Das Konzert musste abgesagt werden, da Kieran Brown aufgrund seines neues Engagements bei The Phantom of the Opera Verpflichtungen in London hat.

Außerdem bringt das Vienna Theatre Project im Herbst mal wieder ein Musical. Von 25. September bis 11. Oktober wird [Title of Show] von Jeffrey Bown und Hunter Bell als Österreichpremiere im Theater Drachengasse zu sehen sein. Regie und musikalische Leitung werden von Joanna Godwin-Seidl respektive Birgit Zach übernommen, Rory Six, Oliver Watton, Nazide Aylin und Lynsey Thurgar auf der Bühne stehen. Mehr dazu hier.